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1981 kam Bobby zurück ins Business, unterschrieb beim dem kleinen Label Beverly Glen und nahm mit „The Poet“ ein weiteres Meisterwerk in seiner wechselhaften Karriere auf. Das Album wurde durchweg gut besprochen und zu einem Überraschungserfolg. Aber wirklich besser wurde Bobby’s Gesamtsituation dadurch noch lange nicht. Zwischen der Veröffentlichung von „The Poet“ und „The Poet 2“, verklagte Bobby Womack den Labelinhaber auf die Zahlung von Tantiemen.

„Bei Beverly Glen zu sein, war wie die Zurückversetzung in die Zeit der Sklaverei, bei der ich von meinem eigenen Bruder ausgepeitscht wurde. Das einzige was dabei rauskam, was den Leuten gut tat, war meine Musik. Ich wurde nie dafür bezahlt und ich habe es nie vergessen.“

 
 

Bei der Vertragsunterzeichnung war Womack am absoluten Tiefpunkt seiner Karriere angelangt und sah in Beverly Glen den rettenden Strohhalm, seine wirklich letzte Chance für ein Comeback. Doch der Vertrag gab Womack, neben dem üblichen Vorschuss für die Recordingsessions, keine weiteren finanziellen Garantien, verbot ihm sogar für andere Label zu arbeiten, ganz gleich ob als Instrumentalist oder als Background-Sänger. Mit „The Poet 1 & 2“ schaffte Bobby Womack jedoch den Durchbruch in England und wurde noch im gleichen Jahr vom „Blues & Soul-Magazin“ zum besten Sänger, besten Songwriter und besten Live-Performer gewählt. Damit war Bobby wenigstens in Europa ein Star, verkaufte „The Poet“ millionenfach und Beverly Glen strich das Geld ein.

 

1985 wurde Bobby, per Gerichtsbeschluss, endlich aus dem Knebelvertrag befreit, unterschrieb sofort bei MCA und nahm das gefeierte Album „So Many Rivers“ auf. Mit der ersten Single-Auskoppelung, „I Wish He Didn’t Trust Me So Much“, meldet er sich in den US R&B-Charts zurück, erreichte Platz Nr. 2 und hielt sich dort für zwei Wochen. In Großbritannien war der Erfolg sogar noch größer und britische Kritiker wählten „So Many Rivers“ zur Veröffentlichung des Jahres 1985. Im folgenden Jahr arbeitete er mit den Rolling Stones an deren neuem Album „Dirty Work“ und sang auf dem Hit „Harlem Shuffle“ ein Duett mit Mick Jagger.

 
 
 

Ende des Jahres 1986 erschien „Womagic“, ein weiteres wahres Meisterwerk, gefolgt von dem ebenso meisterlichen Album „The Last Soul Man“ aus dem Jahre 1987. 1989 erschien auf dem Solar Label noch das Album „Save The Children“ und dann war erst einmal Funkstille seitens Bobby Womack, zumindest was Aufnahmen betraf. Erst fünf Jahre später durften die Fans sich wieder auf ein neues Werk freuen.

„Resurrection’ ist einfach nur ein weiteres Album und eine weitere Phase in meinem Leben. Ich schenkte dem Musik Business bisher mehr Aufmerksamkeit als dem Lebens-Business. Meine Familie und ich haben teuer dafür bezahlt, weil ich ständig da draußen war, und versuchte jemand anderen glücklich zu machen, wenn ich es nicht zu Hause geben konnte. Resurrection bedeutet neu geboren werden und zu versuchen, es dieses Mal richtig zu tun – nicht nur für alle anderen sondern für mich, um damit zu wachsen.“

Das Album „Resurrection“, mit Gastauftritten von Rod Steward, Keith Richards, Stevie Wonder, um nur einige zu nennen, ist auf Ron Wood’s Slide Label erschienen und markiert bis dato den Schlusspunkt in der Karriere des R&B und Soul Sängers. Dieser ist nämlich zu seinen Wurzeln zurückgekehrt und hat 1997, zu Ehren seines Vaters, ein Album mit 19 Gospel Klassikern aufgenommen.

Bobby Womack ist tatsächlich der letzte einer aussterbenden Art, der „Last Soul Man“ oder besser „Soul Survivor“, denn er hat wirklich alle, mit Ausnahme von Aretha Franklin und James Brown, überlebt und ist durch fast jede Hölle des Lebens und des Business gegangen. Dabei hat er ein großes Stück dessen definiert, was wir noch heute Soul und R&B nennen.

 
 
   
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